Zeitlarn bei Regensburg

Robert Simon, Dipl.-Ing. Architekt.

Vierzig Jahre Entwurf, Konstruktion, Ausschreibung und Baustelle. Zwei Felder, in denen dasselbe Handwerk steckt: Gebäude, die ihre Energie selbst einteilen, und Röhrenverstärker.

Werkbank mit Kleinteilemagazin und Ständerbohrmaschine

Herkunft

Aus dem Bauen, nicht aus der IT

Ich komme vom Entwurf. Wer einen Architektenwettbewerb bearbeitet, lernt etwas, das in keinem Datenblatt steht: dass Anforderungen einander widersprechen und dass die Arbeit genau darin besteht, sie zu gewichten — nicht darin, den Widerspruch wegzudiskutieren. Und man lernt, einen Entwurf noch einmal umzuwerfen, wenn sich zeigt, dass eine Annahme nicht trägt.

Diese beiden Gewohnheiten sind der Grund, warum ich heute Energieanlagen und Verstärker baue und nicht Software verkaufe. Ein Haus, in dem Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher und Wallbox jeweils ihr eigenes Süppchen kochen, ist kein technisches Problem — es ist ein Entwurfsproblem.

Womit ich arbeite

Werkzeuge und Systeme

Die eigene Liegenschaft als Prüfstand. Ein Altbau mit fünf Einheiten, an dem alles zuerst läuft. Was dort ein halbes Jahr durchhält, biete ich an — was nicht, eben nicht.

Herstellerneutrale Systeme. Home Assistant und evcc statt geschlossener Hersteller-Apps. Ihr Haus soll auch dann noch funktionieren, wenn ein Anbieter seinen Dienst abschaltet oder die Bedingungen ändert.

Herkunft der Zahlen. Gerechnetes steht als Rechnung da, Geschätztes als Schätzung.

Eigene Werkstatt. Messplatz, Simulation, Aufbau. Der Verstärker entsteht nicht am Reißbrett, sondern an der Werkbank — mit dem Handhobel meines Großvaters im Regal darüber.

Grenzen

Was ich nicht bin

Ich bin kein Elektroinstallateur und kein Energieberater mit Zertifikat. Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören in die Hand eines eingetragenen Betriebs, und geförderte Energieberatungen dürfen nur gelistete Fachleute erstellen. Wo so etwas gebraucht wird, sage ich es und nenne den passenden Weg, statt die Grenze zu verwischen.

Ich bin auch keine Software-Bude. Was ich baue, soll ohne mich weiterlaufen: offene Systeme, dokumentierte Einstellungen, kein Wartungsvertrag, der Sie an mich bindet. Wenn Sie danach jemand anderen brauchen, soll der sich zurechtfinden.

„Lohnt sich nicht" ist ein mögliches Ergebnis — bei Speichern, die sich in ihrer Lebensdauer nicht amortisieren, oder bei Automationen, die einen Handgriff ersetzen, den niemand als lästig empfindet.

Wie eine Zusammenarbeit abläuft

Vier Schritte, keine Überraschungen

1 · Sie schreiben, ich antworte. Ein paar Sätze genügen. Sie bekommen eine Einschätzung, ob und wie es geht — auch dann, wenn sie gegen einen Auftrag spricht. Das kostet nichts.

2 · Bestandsaufnahme. Was ist da, was fehlt, was ist wirklich das Problem. Meist zeigt sich hier, dass die Frage eine andere ist als die, mit der man angefangen hat.

3 · Ein schriftlicher Vorschlag. Was gemacht wird, was es kostet, was es bringt — und woran Sie am Ende messen können, ob es eingetreten ist. Ohne diesen Prüfstein fange ich nicht an.

4 · Umsetzung und Übergabe. Am Schluss steht eine Dokumentation, mit der ein Fremder weiterarbeiten könnte. Das ist der Unterschied zwischen einer Anlage und einer Abhängigkeit.

Was am eigenen Objekt läuft

Ein Altbau mit fünf Einheiten, Baujahr und Bestand wie viele im Umland: gemischte Heizlast, unterschiedliche Nutzung, kein Neubaukomfort.

Die Anlage läuft seit Monaten im täglichen Betrieb, mit den Ausfällen, die dazugehören.

Nachricht

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